Anastasiya Nesterova
Paradies & Wirklichkeit
Ölmalerei, Holzschnitte
3. - 25.4.2026
Anastasiya Nesterova präsentierte in dieser Ausstellung überwiegend ihre Farbholzschnitte, daneben auch ausgewählte Ölgemälde in kleineren Formaten.
Die Motive der ausgewählten Werke stammen alle aus ihrer eigenen Anschauung, sei es von ihren Reisen an die Nord- und Ostsee, an die Irische See oder von ihren Eindrücken aus ihrer heutigen Heimat Münster.
Aufmerksame Beobachter*innen werden die Ansichten des Kanals in Münster erkennen, während die Darstellungen von Stränden nicht ohne Weiteres direkt verortet werden können.
Die mit Kiefern bewachsenen Dünen bieten Assoziationen zu Ahrenshoop oder zum Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft an. Die Strandlandschaften lassen nur vermuten, wo sie verortetet werden könnten, selbst wenn sie Seezeichen, Strandkörbe, Strandaufsichten, Leuchttürme zeigen. Felsbrocken im Meer stammen von Motiven aus Wales und Schottland, könnten jedoch genauso gut an anderen Küsten gefunden worden sein.
Nirgendwo sind Menschen zu sehen, allenfalls ihre Spuren als Wege, Bauwerke oder Wegmarken im Watt verweisen auf menschliche Einflüsse.
Was ist Paradies? Was ist Wirklichkeit?
Holz- und Linolschnittkurs
mit Anastasiya Nesterova
http://www.anastasiya-nesterova.de/
8. - 10.4.2026
In diesem Seminar wurden die faszinierenden Grundlagen von Holz- und Linolschnitt vermittelt. Die Teilnehmer*innen lernten die kreative Welt der Hochdruckverfahren mit klassischen Formen wie Holzschnitt und Linolschnitt kennen, wo traditionelle Techniken und innovative Ideen auf spielerische Weise verschmelzen.
Die vielfältigen Varianten dieser Drucktechniken laden förmlich zu künstlerischen Experimenten ein. Die skizzierten Ideen wurden in Holz umgesetzt und Schritt für Schritt mithilfe unserer Druckpresse oder manuell auf das Papier übertragen.
Karin Templin-Glees
Der ewige Wandel
Malerei - Grafik - Installation
6. - 28.3.2026
Die Arbeiten von Karin Templin-Glees basieren auf der Linie, Liniensystemen und Linienrhythmen. Ihre Werke entstehen in einem offenen nicht planbaren Prozess, in dem der Zufall seine Funktion haben darf, indem es aber auch - das ist kein Widerspruch - eine von der Künstlerin bewusst gesetzte Komposition gibt. Was mit einem theoretischen Begriff wie Transformation der Linie gemeint sein kann, zeigen die in vielfältiger Weise entstandenen Arbeiten, wie: Neues durch Wiederholung, De- und Neukonstruktion, Linien im Raum, Kontraste. Farb- und Formkontraste münden nicht in Gegensätzen, sondern weisen vielmehr hin auf die Wechselwirkungen zwischen Verbindungen und Unterbrechungen, zwischen Masse und Durchlässigkeit, zwischen Stärke und Fragilität. Auf diese Weise können die Arbeiten von Karin Templin-Glees sowohl Dynamik, Spannung und Energie vermitteln als auch Ruhe, Weite und Perspektive.
Dr. Hermann Ühlein, Kunsthistoriker, Mettmann
Elizabeth Weckes
Heroes and Villains
Malerei
6. - 28.2.2026
In Elizabeth Weckes farbintensiver Malerei treffen Naturbeobachtung und Inszenierung aufeinander. Vögel und Insekten werden zu Akteuren in vielschichtigen Räumen – zwischen Anmut und Angriff, Leichtigkeit und List. So werden Stare zu Formationen im Sturzflug, Elstern zu Sammlerinnen fremder Schätze – Helden und Schurken zugleich.
Schicht um Schicht entwickelt Weckes ihre Bilder, bis aus der anfänglich naturalistischen Szene eine vieldeutige Komposition entsteht. Kontraste von Licht und Schatten, Nähe und Ferne, Natur und Architektur erzeugen Spannung und Energie.
In diesem Wechselspiel von Ordnung und Chaos, von „Heroes and Villains“, thematisiert Weckes nicht nur das Verhalten der Tiere, sondern auch menschliche Energie, Triebkraft und Widersprüchlichkeit.
Gefunden! - Ein Nest entsteht
kreatives Arbeiten
mit Elizabeth Weckes
Samstag, 14.2.2026
Ein interaktiver Kunstworkshop für Jung und Alt mit Elizabeth Weckes in ihrer Ausstellung Heroes and Villains.
In diesem kreativen Workshop im franz – Kultur-Mitte Dorsten werden die Teilnehmenden eingeladen, den individuellen Blick auf Elsternbilder zu schärfen und daraus eigene künstlerische Sammel- und Gestaltungsprozesse zu entwickeln.
Ausgehend von der Beobachtung und Interpretation von Elstern in der Kunst eröffnet der Workshop einen Raum für spielerisches Sammeln „brauchbarer Dinge“ – echte Fundstücke, Fundstücke mit Bedeutung oder visuelle Fragmente, die für die Teilnehmenden eine persönliche Relevanz haben. Diese gesammelten Objekte werden im Verlauf des Workshops in ein eigenes Nest integriert, das als räumliche, poetische und symbolische Skulptur entsteht.
Dabei wird nicht nur über Form und Material entschieden: Eigene Erwartungen, prägende Beobachtungen und bekannte oder überraschende Mythen über Elstern werden gemeinsam thematisiert und in den gestalterischen Prozess eingebracht. So entsteht ein Ensemble aus individuellen Blicken, assoziativen Bedeutungen und gemeinsamer künstlerischer Auseinandersetzung.
Der Workshop richtet sich an alle Altersstufen und lädt dazu ein, das Alltägliche mit neuen Augen zu betrachten, kulturelle Bedeutungen zu hinterfragen und die eigene Wahrnehmung künstlerisch umzusetzen – in einem offenen, kollaborativen Raum des Austauschs und der Kreativität.
Acryl- und Aquarellmalerei
mit Slavica van der Schors
11./12.2026
Klaus Möllers
SCHWEBENDE MODELLE
2. - 31.1.2026
Während sich die Malerei in Möllers’ Bildern sofort erschließt, haben die Inhalte für den unvorbereiteten Betrachter oft etwas Hermetisches. Diskret verweigern sie die logische Auflösung ihrer Geheimnisse, getreu dem Diktum von Max Ernst, dass ein lösbares Rätsel ein uninteressantes Rätsel sei. Aber es gibt in und hinter jedem Bild eine Geschichte. Etwas passiert, etwas ist passiert. Und was das ist, ahnt man nur, wenn man sich auf das surrealistische Spiel einlässt, das Möllers so virtuos spielt: Assoziative Verknüpfung von Disparatem erzeugt den poetischen Funken. Doch überfällt uns dieser nicht wie ein Blitzschlag, nach dem es sofort wieder dunkel ist, dunkler vielleicht sogar als zuvor, sondern eher wie ein Leuchten, das sich immer weiter steigert, je mehr und intensiver man sich mit dem bildnerischen Kosmos des Künstlers beschäftigt. Diese Malerei sickert gleichsam in uns ein, tränkt uns nachhaltig und unwiderruflich wie die Farbe die Leinwand.
Matthias Brock, Köln






